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Bürgerentscheid zum Neckarufertunnel?Freitag, 22. Mai 2009
Gerade habe ich es in der Zeitung gelesen, dass die SPD einen Bürgerentscheid zum Neckarufertunnel überlegt.
Nicht schlecht. Der Neckarufertunnel ist so ungefähr DAS Lieblingsprojekt unseres Oberbürgermeisters Würzner. Und eine Menge Parteien unterstützen ihn hierbei. So sehr, dass ich gar nicht weiss, was ich wählen soll bei den Kommunalwahlen. Zehn Parteien sind es, mindestens sieben davon unterstützen den Neckarufertunnel. Womit das Wahlvolk selbst nicht gerade einverstanden ist. So ein Bauprojekt in Heidelberg, ojemine. Es ist immer schlimm hier, wenn gebaut wird, eine Strasse wegen einer Veranstaltung gesperrt wird und so. Stau noch und nöcher. Wie sieht es dann erst mit dem Bau des Tunnels aus? Dann die Kosten. Erstens werden sie sowieso in die Höhe gehen (das haben die Kosten solcher Bauprojekte so an sich) und zweitens, kann sich Heidelberg das überhaupt leisten? Wird das Geld nicht dringender (und besser) woanders gebraucht? Wie sieht es mit der Finanzkrise aus, wie wird sich die auf den Stadtsäckel auswirken? Das ist doch noch ungeklärt! Eine Freundin von mir, steht eigentlich fest hinter der CDU, wird sich deswegen diesmal sehr überlegen, was sie diesmal wählt. Würzner ist Die SPD will abwarten, ob das Land einen Zuschuss zum Neckartunnel gibt. Dann erst wird sie einen Antrag auf Bürgerentscheid stellen. Ein Bürgerentscheid wäre schon toll. christl. Musik aus der heidelberger RegionFreitag, 16. Januar 2009
Hannah Lawrence ist eine amerikanische Singer-Songwriterin, so würden wir das ausdrücken. Sie macht christliche Musik und will damit hier in Deutschland missionieren. Ihren Stil beschreibt sie selbst als "wie Sonne aus Los Angeles, Kaugummi aus Nashville und ein Touch schräges Seattles oben drauf...wenn man sich immer noch nichts drunter vorstellen kann wie eine Mischung aus Norah Jones, Aimee Mann, Joni Mitchell, und Jewel".
Wen das neugierig gemacht hat, der kann bei ihr auf myspace reinhören (myspace ist was für Musiker, dort sind ganz viele versammelt und geben Kostproben von ihrem Können). Sie kam zuerst nach München, war dann in Siegen und ihre letzte Station war nun die Calvary Chapel Heidelberg. Dort haben wir uns getroffen und angefreundet. So habe ich ihr zum Beispiel bei der CD Release Party für ihre letzte CD Gegenwart letztes Jahr geholfen. Nun haben wir uns dieser Tage zusammengesetzt und Hannahs ersten Podcast produziert. Wenn Ihr reinklickt, seht Ihr ihn in der Liederliste. Einfach draufklicken, dann kommt es. Wie sie darin ankündigt, wird sie öfters so einen Podcast zusammenstellen. Vielleicht gefällt Euch ja ihre Musik und Ihr würdet Ihr gerne Feedback geben bei ihren weiteren Entwicklungen? Dafür ist dieser Podcast gedacht. Dabei ist mir aufgefallen: Ich habe die reinste Radiostimme. Unglaublich. Sedermahl am GründonnerstagDienstag, 25. März 2008
Der Sederabend gehört zum Pessachfest, dem Fest der Verschonung und Errettung Israels. Jesus hat das Sedermahl als letztes Mahl mit seinen Jüngern gefeiert.
An Gründonnerstag fand nun in der Karlstorgemeinde ein Sederabend (Seder heißt Ordnung) statt. Besser gesagt, im Faltblatt zu diesem Abend stand: "Ein christliches Feier-Mahl orientiert am Seder". So ist es auch richtiger, denke ich, denn ich habe gerade in der Wikipedia ein bißchen rumgeschnüffelt und da steht im weiterführenden Link, dass an diesem Abend kein Brot gereicht werden darf. Das hatten wir aber sehr wohl gegessen, diese Fladen, die es beim Türken pur oder mit Sesam oder mit Oliven gibt. Und am Anfang wuschen die Ältesten den Gästen die Hände mit dem Spruch, dass Jesus uns von unseren Sünden reingewaschen hat. Das ist nun garantiert nicht jüdisch. Soweit ich nachlesen konnte, wäscht sich am Sedermahl eigentlich der Hausherr die Hände. Nach der Waschung wurden wir an unsere Plätze geführt, neben denen wir schweigend warten sollten. Dann wurden die Kerzen entzündet und darüber wurde von den Frauen der Ältesten der Segen gesprochen. "Sedermahl am Gründonnerstag" vollständig lesen Rosenstraße 76Sonntag, 11. März 2007
Am 10. März ging die Ausstellung "Rosenstraße 76" in der Stadtbücherei zu Ende. Sie dauerte eine Woche. Viel zu kurz, fand ich.
"Rosenstraße 76" ist eine Wanderausstellung zum Thema häusliche Gewalt. Sie kann bei Brot für die Welt gebucht werden (man braucht Geduld dafür, denn die Ausstellung ist sehr begehrt). Drei Zimmer: Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer. Es sieht idyllisch aus, heile Welt. Auf den ersten Blick. Geht man näher ran, sieht man überall Hinweisschilder liegen. Es gibt sogar einen Vorhang aus diesen Hinweisschildern. Auf ihnen stehen Hinweise und Zitate. Zitate von Opfern, Tätern, Angehörigen, Freunden. Irgendwo findet man garantiert etwas, was einen innehalten läßt. Worüber man sich austauschen möchte. Der Täter, der seine Gewaltanwendung nicht mehr einschätzen kann, der sich selbst als Opfer fühlt. Das hilflose Kind (in diesem Fall ein Sohn), der gegen die gute Reputation des Vaters nicht ankommt (hochgeschätzter Mann, aber daheim willkürliche Gewalt). Die Nachbarin, die wieder Krach in der Nachbarwohnung hört und sehr verunsichert ist, was sie nun tun soll. Gott sei Dank war ein anderer Nachbar schneller als sie, er hat die Polizei gerufen. Alkohol wird häufig angesprochen, das Frauenhaus, die Hilflosigkeit und Angst im Umgang mit Gewalt. "Rosenstraße 76" vollständig lesen große Brüder und SchwesternDonnerstag, 15. Februar 2007
Die RNZ berichtet am 15. 02. 2007 unter dem Titel Als Tandem geht vieles leichter von der Organisation der großen Brüder und Schwestern Deutschland, die nun in der Rhein-Neckar-Region ein Pilotprojekt starten.
Im Zeitungsartikel steht, daß das ursprünglich eine nordamerikanische Organisation ist, über 100 Jahre alt, an der sich mittlerweile mehrere Länder beteiligen. Kinder und Jugendliche, die einen Mentor brauchen, also so etwas wie einen großen Bruder oder eine große Schwester, können sich bei der Organisation melden und bekommen eine passende Person (über 20 Jahre, desselben Geschlechts) zugewiesen, die dieses Kind mindestens für ein Jahr, besser länger, in seinem Leben begleitet. Einfach für das Kind da ist, mit ihm Zeit verbringt, einmal pro Woche. Dabei soll das Kind nicht aus seinen Verhältnissen herausgerissen werden, sondern es soll einen Ansprechpartner ganz für sich alleine haben, der ihn persönlich unterstützt. Wie ein großer Bruder oder eine große Schwester eben. Diese Art der Betreuung kannte ich schon. Aus Krimis. Aus der Krimi-Serie um Carlotta Carlyle, dieser Bostoner Detektivin, die gleichzeitig Taxi fährt, um ihren Lebensunterhalt aufzubessern. Ihre kleine Schwester heißt Paolina und sie stammt aus ganz anderen Verhältnissen als Carlotta. Carlotta ist von ihren Eltern europäisch geprägt - die Großmutter jiddisch, die Mutter zitierte ständig deren jiddische Sprichwörter - Paolina dagegen stammt aus Kolumbien. "große Brüder und Schwestern" vollständig lesen
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