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aus dem Wort vom SamstagMontag, 2. Mai 2011
Am Samstag abend war ich zum Gottesdienst in der Vineyard, einer Freikirche.
Marlin war der Prediger und es ging um eine der Visionen der Vineyard, das Engangement bei den Künsten (anscheinend fordern das auch sowohl der gewesene als auch der jetzige Papst (und endlich mal keine Katholiken-Schelte in einer Freikirche)). Dabei kam er unter anderem auf das altbekannte Gleichnis vom Sämann zu sprechen (Matthäus 13,18-23). Der Sämann, der auf die unterschiedlichsten Böden sät, und je nach Beschaffenheit des Bodens geht die Saat auf, nur bedingt, kaum oder gar nicht. Marlin kam auf die Dornen zu sprechen, die drohen, die Ernte zu vernichten. Die Dornen sind Sorgen, Begierden, wohl auch die Alltäglichkeiten. In der Luther-Übersetzung von 1984 steht: Bei dem aber unter die Dornen gesät ist, das ist, der das Wort hört, und die Sorge der Welt und der betrügerische Reichtum ersticken das Wort, und er bringt keine FruchtMatthäus 13,18 (Bei Marlin stand wirklich Begierden, nicht Reichtum, ich weiss aber nicht, welche Übersetzung er hatte und habe das auch beim Suchen nicht gefunden.) Er stand nicht da mit erhobenem Zeigefinger, und sagte uns nicht, wie wir sein sollen (der gute Boden). Er stellte sich auch nicht als der Gut- oder gar Bessermensch hin, der nichts anderes als guten Boden bei sich kennt. Nein, er redete von den Dornen. Er sei einer der Menschen, die aufpassen müssten, dass die Dornen aus Sorgen und Begierden die gute Frucht nicht erstickten. Wie leicht ist das heute, die Dornen drüberwuchern zu lassen! In unserer Welt aus Hetze und Eile, aus "höher, weiter, schneller", der Bedürfnisweckung durch die Reklame. Lieber weniger als mehr, lieber mal innehalten. Lieber mal in vollem Bewusstsein auskosten, ganz dabei sein, nicht nur halb oder in diesem Irgendwie, mit dem wir um des Konsumierens willen dabei sind. Und vor allem: Das Einfache schätzen lernen. Nichts dazu geben, einfach stehen lassen, wie es ist. Annehmen, wie es ist. Keine Zusätze. Nichts besser machen wollen. Das "Ist" annehmen. Eine Botschaft, die im Herzen zu behalten ist. anhaltende musikalische EindrückeDonnerstag, 28. April 2011
Billy Goodman, ein Freund von mir, hat seit Wochen nun schon ein residency gig (wie er es nennt, ich kann das nicht übersetzen) im Prinz Friedrich.
Wegen Billy bin ich da überhaupt erst hin. Und es gefällt mir sehr gut. Das Ambiente und die Musik. Billy ist ein Bluesmusiker und er bringt immer wieder befreundete Musiker mit. Die Zwillinge zum Beispiel. Eineiige Zwillinge, die, soweit ich weiss, an der Popakademie in Mannheim studieren und momentan in Offenbach ihre zweite CD aufnehmen (oder vielleicht sehen sie sie auch als ihre erste an). Sie machen Brit-Pop und spielen von Herzen gern mit Billy zusammen. Hey, haben die drei eine Spielfreude im Ensemble! Einzeln haben sie das, obwohl gut, nicht. Die Zwillinge sind immer wieder dabei. Gestern (und vorgestern, aber vorgestern war ich nicht mit dabei) hat er die Joseph Parsons Band als Gäste gehabt. Hui, das war was! Ich dachte schon, da sind dann insgesamt mehr Musiker als Zuhörer da! (Weil die Lokalität so klein ist.) Es ging gut ab. Laut (!) war es. Ich musste mir die Ohren zuhalten, damit mir das von der Lautstärke so passt. (Und Billy meinte zu mir heute, das sei doch nicht schlimm gewesen mit der Lautstärke. Na, da müssen Musikerohren ja ganz schön kaputt sein!) Mustapha vom Prinz Friedrich hält seine Website ständig auf dem Laufenden, und so hatte er schon im Vorfeld ein Youtube-Video der Band eingebunden. Das habe ich mir vorher angeguckt. Hat mir nicht so viel gesagt. Aber jetzt, nachdem ich dort war. Da sagt es mir was. Die ganzen Erinnerungen, die sich mir eingeprägt haben. Und ich höre und sehe es wieder und wieder. Der Ross, der Mensch links an der E-Gitarre. Der spielt sowas von gut. (Billy hat sich in seinem Solopart am Anfang extra reingehängt, weil Ross da war.) Ein bisschen beleibt ist er, aber sehr flink mit den Fingern. Hat auch Solostücke, von denen er gestern einige dargeboten hat. Dann Jo selbst, der in diesem Video singt. Der Jo hängt immer wieder seine Gitarre so tief. So tief runter, guckt's Euch mal an, das ist so eine Eigentümlichkeit von ihm. Den Namen von dem am Bass habe ich vergessen. Der am Schlagzeug ist Sven, ein Deutscher. Ich kann die Eindrücke gar nicht so wiedergeben. Die Art, wie Ross seine Füsse bewegt, wenn er voll mitgeht. Wie sie sich zulachen, wenn etwas besonders geklappt hat. Und, und, und. Billy kennt den Jo noch aus Amerika, und hat ihn jetzt mitgebracht. Ja, das kann der Billy ruhig öfter machen, irgendwelche Freunde mitbringen. Das ist spannend. Und sorgt für Abwechslung. Wen es interessiert: Jeden Mittwoch abend ab 21.00 Uhr ist der Billy im Prinz Friedrich in der Kettengasse 9 (das ist in der Nähe der Jesuitenkirche). Der Mustapha kocht auch gut. Habe bei ihm schon leckere Spaghetti alla Puttanesca probiert. Das war so ein Hauch, nur ein Hauch, Sardellen (wir Deutschen pflegen da ja eigentlich richtig reinzuhauen mit den Geschmackszutaten). OsternSonntag, 24. April 2011
Als ich am Donnerstag vor Karfreitag einkaufen war, wünschte mir die Verkäuferin "Schöne Feiertage". Wahrscheinlich wird in einigen Firmen schon der Gruß "Frohe Ostern" als nicht ganz "politisch korrekt" eingestuft. Seltsam, dabei ist es doch eine frohe und friedliche Botschaft, die von Ostern ausgeht, wie man in der Wikipedia nachlesen kann:
Ostern (lateinisch pascha, von hebräisch pessach) ist im Christentum die jährliche Gedächtnisfeier der Auferstehung Jesu Christi, der nach dem Neuen Testament als Sohn Gottes den Tod überwunden hat. Mit diesem beginnt die österliche Freudenzeit („Osterzeit“), die fünfzig Tage bis einschließlich Pfingsten dauert. Dass sich der zweite Blick auf etwas lohnt, zeigen auch die Fotos von Jens Greve, die er auf dem Heidelberger Bergfriedhof aufgenommen hat: In diesem Sinne wünscht das Heidelberger Blog allen Lesern Frohe Ostern. Radfahren in der FussgängerzoneSonntag, 6. Februar 2011
Radfahren ist in der Fussgängerzone eigentlich verboten. Aber was ich heute gesehen habe, das war kurios. Das war nicht der Radfahrer an sich, der da verbotenerweise fuhr. Im Zusammenhang mit dem patroullierenden Polizeiauto, das vor ihm fuhr, wurde das kurios.
Ich glaubte meinen Augen nicht zu trauen und musste erstmal genauer hinschauen, ob der da auf dem Fahrrad, der da in aller Seelenruhe hinter dem Polizeiauto fuhr, nicht selbst ein Polizist ist. War er nicht. Eher einer in jugendlichem Alter. Ob der Platz hinter dem Polizeiauto der sicherste vor Entdeckung ist, wenn man verbotenerweise in der Fussgängerzone radfährt? Spekulation. Kaffeetrinken zum JahreseinstandMontag, 3. Januar 2011
Hier in der Gegend schiessen die Cafés der Bäckerei Riegler nur so aus dem Boden. Ein besonders Schönes ist in der Altstadt, an der Ecke Plöck/Theaterstrasse.
Zum Jahreseinstand war ich da (lecker Kaffeeklatsch-Angebot: ein Stück Kuchen/Torte und ein Heissgetränk für 3,20€) und habe es sehr genossen, in diesem schönen Ambiente zu sitzen und zu quatschen und so ganz gemütlich das neue Jahr zu beginnen (denn sie haben Sonntag nachmittag geöffnet). Das Haus ist denkmalgeschützt, so mussten sie beim Umbau (vorher war da ein Dekogeschäft drin) einiges beachten und einiges lassen. Wie mir scheint, hat es dem Café nur gut getan und ihm eine wunderbare Atmosphäre und ein ganz eigenes Gesicht gegeben. Wenn man vom Fenster in der Theaterstrasse aus guckt, so ist diese Szenerie linker Hand. Niedrige Sitzgelegenheiten, nicht für jeden etwas, wenn man gleichzeitig Kuchen essen will. Um entspannt zu sitzen und zu plaudern aber gut geeignet. Das ist rechter Hand, wenn man zum Theaterstrassenfenster reinschaut. Man sieht, dass sie in dieser Filiale auch höhere Tische haben. Ganz speziell ist diese Treppe. Da oben kommt man in einen kleinen Raum mit lauter roten Sitzsäcken. So richtig zum Chillen.
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