Das
Triathlon Festival im Kraichgau findet dieses Jahr am 14. Juni statt.
Der Name hat sich geändert, das seht Ihr ja schon. Challenge, Herausforderung. Eine Art internationale Zertifizierung. Es gibt also noch mehr dieser Challenge-Veranstaltungen, die uns wohl bekannteste dürfte die in
Roth sein (dieses Jahr am 12. Juli). Die verschiedenen Challenge-Veranstalter sehen sich als Challenge-Familie. Die
Karte gibt darüber Auskunft. Klick auf eines der Veranstaltungssymbole liefert mehr Informationen über die jeweilige Veranstaltung und leitet auch weiter auf die jeweilige Website.
Alles kostet mehr mit der Zertifizierung, nicht nur die Startgebühren sind gestiegen. Arno hat mir erzählt, dass er mit Freunden einen Stand aufbauen möchte (einen christlichen Stand - wie er meinte, zum Ärgernis vieler). Dieser Stand kann nun nicht mehr kostenlos aufgebaut werden, der kostet jetzt Gebühren. Wenn ich das noch richtig im Kopf habe, 60€ pro Quadratmeter mit einer Mindestbelegung von neun Quadratmetern.
Na, ich werde noch mehr erfahren. Aber ich kann mir schon denken, dass so ein christlicher Stand manchem aufstösst. Letztes Jahr habe ich durch so manche Triathleten-Website geblättert, und dabei ist mir aufgefallen, dass diese Websiten oft die reinsten Ego-Veranstaltungen sind. It's all about me, myself and I. Dreifaches Ich. Ausschliesslich. In den seltensten Fällen schaffen es die Website-Betreiber, auf Kollegen, Freunde, ... zu verlinken. Nur ein einziges Mal habe ich gelesen, dass solche Triathlon-Veranstaltungen wie der Kraichgau-Triathlon auch gerne wegen der Wiedersehensmöglichkeiten mit Bekannten und Freunden genutzt werden.
Und diese Konzentration auf sich selbst, das widerspricht dem christlichen Glauben. Es gibt nur einen Gott, alles andere ist Götzendienst. Es fehlt die Demut in diesen Blogs. Höher, weiter, schneller und wie toll der jeweilige Triathlet ist, das wird betont. Das ist alles andere als christlich.
Also ist der Arno mit seinem Stand wahrscheinlich wirklich einigen ein Dorn im Auge. Widerspricht es doch ihrem Sportlerglauben.
Verziehen sei die alleinige Konzentration auf sich selbst allerdings den Rookies, denjenigen Teilnehmern, die zum ersten Mal bei einem Triathlon starten. Der Kraichgau-Triathlon hat ein
Rookie-Konzept. Man muss sich beim Veranstalter als Rookie bewerben, und der wählt dann aus, wer Rookie des Jahres wird und mit Trainingsplänen, Ernährungstipps etc. unterstützt wird.
Dieses Jahr sind es zwei, und beide führen vom Veranstalter aus ein Trainings-Blog. Da wird dann über die Fortschritte und Rückschritte, Hoffnungen und Erlebnisse berichtet. Schnuppert mal rein:
Toms Trainingsblog und
Susannes.
Dann habe ich noch ein Triathlon-Trainings-Blog zufällig an einer Stelle entdeckt, wo ich es nie für möglich gehalten habe: bei den
Brigitte-Blogs. Die Rotherin Tina
berichtet von ihrem Trainingsalltag neben Familie und Beruf dieses Jahr. Und einen für Triathleten so typischen Satz lässt sie am Ende ihrer
"über die Autorin"-Seite los:
Für mich wäre es die Erfüllung meines Traumes und die Genugtuung, dass ich alles schaffen kann, was ich mir vorgenommen habe.
(Da wären wir wieder beim Sportlerglauben.)
Nachtrag:
Zum Vergleich: Jede Menge Triathlon-Blog-Tipps auf
Triathlon-Portal.