Billy Goodman, ein Freund von mir, hat seit Wochen nun schon ein residency gig (wie er es nennt, ich kann das nicht übersetzen) im Prinz Friedrich.
Wegen Billy bin ich da überhaupt erst hin. Und es gefällt mir sehr gut. Das Ambiente und die Musik.
Billy ist ein Bluesmusiker und er bringt immer wieder befreundete Musiker mit. Die Zwillinge zum Beispiel. Eineiige Zwillinge, die, soweit ich weiss, an der Popakademie in Mannheim studieren und momentan in Offenbach ihre zweite CD aufnehmen (oder vielleicht sehen sie sie auch als ihre erste an). Sie machen Brit-Pop und spielen von Herzen gern mit Billy zusammen. Hey, haben die drei eine Spielfreude im Ensemble! Einzeln haben sie das, obwohl gut, nicht.
Die Zwillinge sind immer wieder dabei.
Gestern (und vorgestern, aber vorgestern war ich nicht mit dabei) hat er die Joseph Parsons Band als Gäste gehabt. Hui, das war was! Ich dachte schon, da sind dann insgesamt mehr Musiker als Zuhörer da! (Weil die Lokalität so klein ist.) Es ging gut ab. Laut (!) war es. Ich musste mir die Ohren zuhalten, damit mir das von der Lautstärke so passt. (Und Billy meinte zu mir heute, das sei doch nicht schlimm gewesen mit der Lautstärke. Na, da müssen Musikerohren ja ganz schön kaputt sein!)
Mustapha vom Prinz Friedrich hält seine Website ständig auf dem Laufenden, und so hatte er schon im Vorfeld ein Youtube-Video der Band eingebunden.
Das habe ich mir vorher angeguckt. Hat mir nicht so viel gesagt.
Aber jetzt, nachdem ich dort war. Da sagt es mir was. Die ganzen Erinnerungen, die sich mir eingeprägt haben. Und ich höre und sehe es wieder und wieder.
Der Ross, der Mensch links an der E-Gitarre. Der spielt sowas von gut. (Billy hat sich in seinem Solopart am Anfang extra reingehängt, weil Ross da war.) Ein bisschen beleibt ist er, aber sehr flink mit den Fingern. Hat auch Solostücke, von denen er gestern einige dargeboten hat.
Dann Jo selbst, der in diesem Video singt. Der Jo hängt immer wieder seine Gitarre so tief. So tief runter, guckt's Euch mal an, das ist so eine Eigentümlichkeit von ihm.
Den Namen von dem am Bass habe ich vergessen.
Der am Schlagzeug ist Sven, ein Deutscher.
Ich kann die Eindrücke gar nicht so wiedergeben. Die Art, wie Ross seine Füsse bewegt, wenn er voll mitgeht. Wie sie sich zulachen, wenn etwas besonders geklappt hat. Und, und, und.
Billy kennt den Jo noch aus Amerika, und hat ihn jetzt mitgebracht.
Ja, das kann der Billy ruhig öfter machen, irgendwelche Freunde mitbringen. Das ist spannend. Und sorgt für Abwechslung.
Wen es interessiert: Jeden Mittwoch abend ab 21.00 Uhr ist der Billy im Prinz Friedrich in der Kettengasse 9 (das ist in der Nähe der Jesuitenkirche). Der Mustapha kocht auch gut. Habe bei ihm schon leckere Spaghetti alla Puttanesca probiert. Das war so ein Hauch, nur ein Hauch, Sardellen (wir Deutschen pflegen da ja eigentlich richtig reinzuhauen mit den Geschmackszutaten).
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