Gestern war der traditionelle Heidelberger Herbst, der 21. diesmal. Da ist die Heidelberger Altstadt voll mit Menschen, Ständen, Veranstaltern. Normalerweise meide ich das, denn das ist wirklich ein Gedränge und Geschiebe, aber ich musste mir dringend neue Schuhe kaufen, also habe ich mich ins Gewühl gestürzt.
Am Stand des
Palmyra-Verlags bin ich hängengeblieben. Da gab es nicht nur sehr interessante Bücher, da haben auch zwei gespielt und gesungen. Peter an der Geige und Reinhard an der Gitarre.
Die sangen da so und bei Guantanamera sang auf einmal einer der Zuschauer mit. Aus voller Brust und Kehle. Jo, dachte ich, das sind die Heidelberger Männergesangsvereine. Die freuen sich immer, wenn sie ihre Kunst darbieten können.
Das Lied war aus und der Sänger schwatzte den Reinhard auf Spanisch an. Überraschung! Noch grössere Überraschung, der Reinhard verstand ihn und schwatzte seinerseits auf Spanisch! Sie tauschten sich so aus, und dann war es wohl der Leiter des Verlages, der den Besucher auf englisch einlud, doch in ihrem Zelt zu singen. Erst zierte er sich, da würden doch alle Leute gucken, aber dann kam er doch und schmetterte ein Liedchen. Zum Schluss widmete er das Lied einer Besucherin vor ihm. Sie sass im Rollstuhl.
Die Verlags-Leute und er tauschten sich noch ein bisschen aus, aber Spanisch verstehe ich nicht. Der Name Gran Canaria fiel, möglicherweise kam er da her.
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