Ich greif' auch nochmal auf die Artikelserie der RNZ zu web 2.0 zurück.
Mir geht es um einen speziellen Artikel in der Ausgabe vom 12. / 13. Mai 2007. Alexander R. Wenisch hat Herrn Professor Neuberger, seines Zeichens Kommunikationswissenschaftler an der Uni Münster, interviewt.
Eine der Fragen (samt Antwort) lautete:
Wo sehen Sie Schwierigkeiten?
Naja, kritisieren muß man schon die starke Selbstbezogenheit, die Nabelschau vieler Blogger, was sie oft für Leser wenig interessant macht. Beispielsweise in den USA oder Frankreich ist das anders. Hier sind die Blogger viel politischer und sind auch bereit, sich in ihren Beiträgen deutlich zu öffentlich relevanten Themen zu äußern und sich der Kritik und der Diskussion mit ihren Lesern zu stellen. Da gehört natürlich etwas Mut dazu. Aber daran sollten wir uns orientieren, um das junge Medium spannend zu machen.
Was hier kritisiert wird, sind die Blogs, in denen wieder mal vom neuesten Schnupfen, der flotten Biene aus der Disko, kryptischen Notizen an sich selbst, ... erzählt wird. Das versteht außer den Freunden niemand, und mit denen redet man eh über solche Sachen, da braucht es kein Blog.
Die Nabelschau etwas weitergespannt bedeutet die Beschäftigung mit sich selbst, die Beschäftigung mit dem Persönlichen.
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